Fun and Move - Die wahre Geschichte - Teil II

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"Ilona, eine Frau geht ihren Weg" oder "Warum Sport eigentlich wehtut".

Hier also nun zum zweiten Teil dieser unendlich erscheinden Saga um Kilos, Kurse und Kompakte... die wahre Geschichte des Fun and Move.

Es begann das Jahr 1996. Erfurt, verschlafen eingehüllt in weissen, sanft rieselnden Pulverschnee, nichtsahnend was hinter verschlossenen Türen im Süden der Stadt ausgeheckt wurde. Menschen, gestählt vom Bewusstsein der Veränderungen besprachen sich bei einer Tasse Tee...

Diese konspirativen Sitzungen unter dem Siegel der Verschwiegenheit kannten nur ein Ziel. Die Übernahme der Macht in diesem Tempel der widerstreitenden Kulturen, Einführung einer Diktatur der Harmonie unter Einbeziehung des ausdrücklichen Willens der Geknechteten und setzen eines Fanals der Freiheit des Gesundheitsbewussten auf dem Weg in eine strahlende Zukunft. An vorderster Front Ilona, glühende Kämpferin für die Ideale Körperbewusster.

Diese Sitzungen schließlich waren es, die zum Sturz der auf schnöden Gelderwerb setzenden Oligarchie führte. Anfangs noch um Kompromisse bemüht, auf Machterhalt setzend, wurde der Jeanne d’Arc des Schweisses und der Schmerzen ein Strohmann, eine Marionette der bisher Handelnden an die Seite gestellt. Der Vorturnmeister.

Lange ging dies indess nicht gut. Ein Spagat der Interessen belasteten die zarten Pflänzlein der demokratischen Körpergestaltung. Es kam zum Bruch.

Vortan regierte Ilona als einzige Machthaberin die Geschicke und Gebrechen der ihr Anvertrauten. Schnell wurde ihr klar, daß nur der Weg des Wissenden auch die Autobahn in die Zukunft war. Doch die Mühen die sie bereit war auf sich zu nehmen, erschienen ihr gering, gemessen an den lohnenden Früchten des Erfolges, die ihr und der ihr Folgenden in nicht ganz ferner Zeit in den Schoss fallen würden.

Nach ungezählten bestandenen Examina war sie, für die Sport noch zehn Jahre vorher darin bestand, wie ein Derwisch mit dem Staubwedel bewaffnet die Nadeln rund um den Familienstolz repräsentierenden Weihnachtsbaum aufzuklauben, endlich am Ziel.

Sie erlangte die Vorherrschaft in dem sich zu, diesem Zeitpunkt, durch kleinstaatliche Machtkämpfe geprägten Schönheitskosmos ihrer Heimatstadt. Kursveranstaltung waren Wochen vorher ausgebucht, Konzepte wurden durch eifersüchtige Fitnessfürsten kopiert, die eigenen Anhänger nicht geschont, bisweilen an ihre Schmerzgrenzen getrieben, noch nie erlebte Höhen wurden erklommen.

All dieser lebensqualitätsteigernde Rausch gipfelte letztendlich auf dem Kilimandscharo, einem recht großen Hügel auf dem gerade Fussballweltmeisterschaft austragenden Kontinent.

Unterstützung musste her, Verstärkung im Kampf gegen das drohende Bersten der Dämme, die diese Flut innovativer Fitnesskonzepte ausgelöst hatte. Namen wie LMI, Spinning, Slimclub oder Myline hingen in der Luft wie der süße Geschmack der Verheisung oder dem Hungrigen der Geruch sich auf einem Holzkohlegrill windender Bratwürste.

Sascha. Ein Name. Ein Konzept. Ein Konzept der Zukunft. Sascha, Sohn der mittlerweile in die Jahre gekommenen, bekennenden yogalebenden Fitnessveteranin. Sascha, ausgestattet mit überbordenden theoretischen Fachkenntnissen, vermittelt durch ausgeklügelte Systeme der Lehranstalten die zum besten gehören was... aber egal, wir triften ab.

Sascha also war es, der, auserkoren, in die recht großen Fußstapfen seiner Mutter treten sollte. Ein Kerl, aufgewachsen in Zeiten von Myspace, Twitter, Youtube und Pabstsein.

Sascha, der das Internet endeckt und damit für diesen Augenschmaus verantwortlich zeichnet. Der entschied, das Fun and Move seiner wahren Bestimmung zuzuführen und Euch, lieben und treu gebliebenen Mitlesern, mit seiner Entscheidung in die Thälmannstraße Nummer 1 umzusiedeln, die Möglichkeit gab, den Geist einer wirklich gelebten Fitnesseinrichtung zu erfahren. Der Mühen, Leid und Tränen nicht gescheut hat um Euch endlich das zu geben was ihr schon so lange fordert. Mehr Parkplätze.

Schauen wir wie diese Geschichte weiter geht, haben wir Spaß an den vielen kleinen Unzulänglichkeiten und freuen wir uns auf eine Zeit voller Schmerzen und Qualen.

Alles Liebe
Eure Fun and Move Magazin Redaktion

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Fun and Move Erfurt

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